Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design, Oslo/ Norwegen

Das Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design tritt in zwei Ebenen mit der existierenden Struktur der Stadt in Beziehung: Das Museum erzeugt mit den zwei dort bestehenden Gebäuden ein neues Eingangsforum, das sowohl das Museum mit Skulpturen und anderen Kunstobjekten vorstellt als auch als äußerer Bereich für das Café dienen soll. Das Museum besitzt hier eine ähnliche Traufhöhe wie seine Nachbargebäude. Vom Pier zum Gebäude hin gesehen sind die verschiedenen Teile des Gebäudes zum horizontalen Element der Alabasterhalle versetzt angeordnet. Auf dieser zweiten Ebene tritt das Museum in Beziehung mit den in diesem Bereich existierenden Monumenten, das mächtige Rathaus und die Akershus Festung.

Der Besucher betritt das Museum über ein großzügiges Foyer. Dort bestehen direkte Verbindungen zu den Ausstellungen sowie zum Café und der Buchhandlung. Die Bibliothek und der Mediensaal/Auditorium sind zum Haupteingang und dem Seiteneingang geschlossen und sind um einen ‘reflektierenden Pool’ herum angeordnet, der den Lesesaal beleuchtet. Breite Stufen führen vom Foyer in die erste Etage. Die Hallen und kleinen Räume sind um ein zentrales Skulptur-Atrium angeordnet, verbunden mit der Terrasse und den vertieften Gärten auf dem Dach. Die letzte Etage ist die Alabasterhalle, die auf das Steingebäude der ersten zwei Etagen aufgesetzt zu sein scheint. Mit ihrem magischen Licht ist die Halle kein gewöhnlicher Ausstellungsbereich, sondern ein herausfordernder Raum für Künstler und das Symbol des neuen Museums.

Architekt : Klaus Schuwerk; Büro : Kleihues + Schuwerk

Adresse : Rådhusplassen, Oslo, Norwegen

Bauherr : Statsbyggs

Auftraggeber: Ministerium für Kultur

Nutzer: Nationalmuseum

Wettbewerb : 2010, 1. Preis

Realisierung: 2014 – 2019

BGF : ca. 53.058 m²

Nutzung: Museum, Restaurant, Museumshop, Auditorium, Multifunktionsaal, Bibliothek, Labore, Ateliers, Werkstätten, Büros, Archivräume, Lagerräume